Einmalig in Krefeld
Haltestelle „Großmarkt“ ist nach dem Umbau sicherer und deutlich heller
Die SWK MOBIL passt derzeit eine Vielzahl von Haltestellen in Krefeld sukzessive an die neue Niederflurtechnologie an, um den Fahrgästen einen stufenlosen Ein- und Ausstieg zu ermöglichen.Die Haltestelle „Großmarkt“ der Linie 044 war hierbei eine besondere Herausforderung und stellte in der Vergangenheit einen Gefahrenschwerpunkt aufgrund ihrer Lage mitten in der Fahrbahn dar. Nach ca. sechs Wochen Bauzeit wurde jetzt der Umbau abgeschlossen, und die neue Haltestelle „Großmarkt“ bildet quasi ein Pilotprojekt für Krefeld. „Die Lösung, die wir hier zur Umgestaltung gefunden haben ist wirklich einmalig in Krefeld“, sagt Jürgen Schöppner, Leiter Infrastrukturmanagement bei der SWK MOBIL.
Die Fahrgäste in Fahrtrichtung „Hüls Betriebshof“ warten jetzt auf dem Gehsteig. Hier wurde auch eine neue, moderne Wartehalle geschaffen. Der Clou: Die Fahrbahn, die zwischen Gehweg und Bahnsteig bzw. Straßenbahnschienen liegt, wurde angehoben. Die Autofahrer fahren also eine kleine Rampe hinauf und wieder hinunter. Dadurch ist für die Fußgänger ein stufenloser Zugang vom Gehsteig bis in die Straßenbahn möglich. Fährt eine Straßenbahn in den Haltestellenbereich ein, schaltet sich die neue Ampelanlage für die Autofahrer auf „rot“, so dass die wartenden Fahrgäste gefahrlos über die Fahrbahn zum Bahnsteig und von dort in die Bahn gelangen können. Umgekehrt können natürlich auch die aussteigenden Fahrgäste gefahrlos den Gehweg erreichen, weil die Zufahrt zur Rampe für die Autos aufgrund der Ampelschaltung gesperrt ist. Das Ende der Rotphase erfolgt nach der Ausfahrt der Bahn aus der Haltestelle. „Straßenverkehrsamt und Tiefbauamt waren von der Idee genauso begeistert wie wir und haben uns bei der Umsetzung hervorragend unterstützt“, lobt Guido Stilling, Geschäftsführer der SWK MOBIL.
Zusätzlich hat die SWK die Haltestelle „Großmarkt“ mit einer neuen Beleuchtung ausgestattet, so dass sie in den Abendstunden jetzt deutlich heller und freundlicher erstrahlt. Noppenplatten auf dem Gehweg und Bahnsteig helfen Blinden und Sehbehinderten bei der Orientierung, akustische Signalanlagen tragen ihr Übriges hierzu bei. Knapp 300.000 Euro kostete der Umbau, wovon ein Großteil durch Fördergelder des VRR getragen wird.
umbau-hs-gro--markt.pdf (17,32 kB)




