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Alle SWK KLASSIK Strom Kunden erhalten Naturstrom, Straßenbahnen der SWK MOBIL fahren mit Naturstrom

SWK zeigt natürlich Verantwortung für den Klimaschutz und setzt auf Naturstrom

Die Diskussion über die Neubewertung der energiepolitischen Handlungsoptionen ist seit den aktuellen Ereignissen in Japan in vollem Gange. Eine umweltschonende Energieversorgung, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gewinnen immer stärker an Bedeutung.

Die SWK engagiert sich seit Längerem für den Einsatz von erneuerbaren Energien und die Einsparung von CO2-Emissionen. Bis ein nachhaltiges, modernes und zukunftsweisendes Energiesystem bundesweit verabschiedet ist, will die SWK für Krefeld weitere Schritte unternehmen. Frei nach dem Motto: Wir reden nicht nur über Klimaschutz, wir tun schon jetzt das, was heute möglich ist.

Mit dem Projekt „Krefelder Sonnenstrom“, eine Gemeinschaftsaktion mit der Volksbank Krefeld, übertraf die SWK Ende 2009 ihre Erwartungen. „Binnen sechs Wochen war das Emissionsvolumen von 7 Mio. Euro durch die Anleger ausgeschöpft“, sagt SWK-Vorstandsvorsitzender Martin Cirener. Mit dem Geld baut die SWK Photovoltaikanlagen auf verschiedenen Krefelder Dächern und speist den gewonnenen Strom in das örtliche Stromnetz ein. Mittlerweile sind 17 Dächer mit Photovoltaikanlagen bestückt, die zusammen 1,5 Megawatt Leistung erzielen. Weitere Dächer folgen, so dass das Ziel – mindestens 2 Megawatt Leistung – erreicht werden wird.

Die SWK gibt der regenerativen Energie in der Strombeschaffung ein großes Gewicht. So weist der konventionelle Strom der SWK eine deutlich bessere Ökobilanz auf als der Bundesdurchschnitt. Während bundesweit der Strom nur zu 17 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt, aber zu 25 Prozent aus Kernenergie, ist das Verhältnis beim SWK-Strommix quasi umgekehrt: 24 Prozent des Strom stammen aus erneuerbaren Energiequellen, jedoch lediglich 16 Prozent aus der Kernkraft. „Das zeigt deutlich, dass wir schon jetzt die Atomenergie nur als Ergänzung sehen, um die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können“, sagt SWK-Vorstand Carsten Liedtke.

Natürlich bietet die SWK auch Strom an, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, konkret aus norwegischen Wasserkraftwerken, besteht. Außerhalb von Krefeld ist die SWK schon sehr erfolgreich mit diesem Produkt. Mittlerweile bezieht mehr als jeder vierte externe Kunde den Naturstrom der SWK. Vor der laufenden Diskussion über ein Umdenken in der Energiepolitik unternimmt die SWK jetzt einen weiteren Schritt für ihre Krefelder Heimatkunden und übernimmt Verantwortung für den Klimaschutz: „Ab 1. Mai werden all unsere SWK KLASSIK Kunden ihren Strom automatisch als Naturstrom erhalten – ohne Zusatzkosten“, verspricht Martin Cirener. Henning Trupke, Leiter des SWK-Kundenservice, ergänzt: „Den sonst üblichen Aufpreis übernimmt die SWK. Der Kunde muss also nichts weiter unternehmen und erhält ab nächstem Monat automatisch 100-prozentigen Ökostrom aus norwegischen Wasserkraftwerken, zertifiziert vom TÜV Nord Umweltschutz.“ Damit erhalten rund 56.000 SWK-KLASSIK-Kunden in Krefeld einen weiteren Heimvorteil, nämlich Strom, der garantiert aus erneuerbaren Energien stammt – ohne Mehrkosten.

Und der Strommix der SWK wird dadurch noch deutlicher von regenerativen Energien geprägt. Durch die Umstellung der SWK-KLASSIK-Kunden auf 100 Prozent Naturstrom liegt der Anteil der erneuerbaren Energiequellen im SWK-Strommix künftig bei rund einem Drittel und ist damit nahezu doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt.

Die Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Energien übersteigt in Deutschland das Angebot. Um der Nachfrage dennoch gerecht zu werden, kaufen Energieversorger den Strom im europäischen Ausland ein und lassen sich dies mittels so genannter RECS-Zertifikate (Renewable Energy Certificate System) testieren. Rechnerisch wird europaweit also genauso viel Ökostrom in die Netze eingespeist, wie am Ende verbraucht wird. Um zu belegen, dass ein Energieunternehmen diesen Strom auch tatsächlich eingekauft hat, gibt es verschiedene Gütesiegel. „Die SWK erhält ihr Zertifikat vom TÜV Nord Umweltschutz, einem branchenweit anerkannten Unternehmen“, erklärt Henning Trupke.

Natürlich ist der Strom, der aus der Steckdose kommt nicht „grün“. „Das ist physikalisch gar nicht möglich. Sobald Ökostrom ins Netz eingespeist wird, ist er von herkömmlichem Strom nicht mehr zu unterscheiden. Der gesamte Strom in Europa fließt sozusagen in einen großen See, aus dem dann die verschiedenen Haushalte gespeist werden. Klimaschutz kennt keine Landesgrenzen. Ein Ausweichen auf ausländische Quellen ist insofern zulässig und vernünftig. Und je mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen in den großen See eingespeist wird, desto höher wird deren Anteil und desto ,grüner’ wird der gesamte Strom-Mix“, erklärt Carsten Liedtke.

Übrigens bietet auch die SWK gegen Aufpreis ein Stromprodukt, das nicht nur zu 100 Prozent aus regenerativen Energien gewonnen wird, sondern zudem noch den Aufpreis in die Förderung und Errichtung neuer Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen in Krefeld investiert: SWK KLASSIK regenerativ. Eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und neutrale Fachleute prüfen die Verwendung des Aufpreises und die Herkunft von SWK KLASSIK Strom Regenerativ. Mit Hilfe von SWK KLASSIK regenerativ wurden so zum Beispiel in den vergangenen Jahren Photovoltaikanlagen auf mehreren Schuldächern, eine Biogasanlage in Hüls oder eine Photovoltaikanlage bei der EMMAUS-Gesellschaft gefördert.

Die Energiebranche ist im Wandel und steht vor neuen Herausforderungen. Immer mehr dezentrale Einspeiser, vor allem aus Photovoltaikanlagen, fügen ihren Strom dem Netz zu. Dies gilt es zu koordinieren. Kommunale Stadtwerke wie die SWK sind der geborene Partner für eine dezentrale Energieversorgung und investieren umfangreich in Zukunftstechnologien. Das Produkt SWK eKLASSIK ist ein erster Schritt hin zu den so genannten „intelligenten Netzen“, den Smart Grids. „Mit Hilfe von eKLASSIK kann der Kunde transparent erkennen, wann er wie viel Strom verbraucht. Der Kunde erhält ein modernes, innovatives Produkt mit zeitvariablen Tarifen“, sagt Gianni Capasso, Vertriebsleiter für Privat- und Gewerbekunden. Die unterschiedliche Tarifstruktur soll dafür sorgen, dass der Kunde verbrauchsintensive Aktivitäten im Haushalt so verlagert, dass sich der Stromverbrauch gleichmäßiger über den Tag verteilt und kostenintensive Verbrauchsspitzen abgeschnitten werden.

Mit ihrer „Sauberen Flotte für Krefeld“ beweist die SWK, was schon heute im Bereich der Mobilität möglich ist, wenn man auf alternative Antriebsarten setzt. „Elektromobilität und Hybridtechnologie gehören zu jenen Bereichen, in denen die SWK für Krefeld mit viel Engagement und klaren Taten eine Vorreiterrolle einnimmt“, betont SWK-Vorstand Carsten Liedtke. Die „Saubere Flotte“ besteht aus den vier Bausteinen moderne Niederflurstraßenbahnen, Hybridbusse, Elektro-Autos des Fuhrparks sowie in Kürze Hybrid-Abfallsammelfahrzeuge.

Und die SWK MOBIL geht jetzt mit gutem Beispiel voran und steigt um auf Strom aus erneuerbaren Energien. Um die „Saubere Flotte“ noch sauberer zu machen, werden sämtliche Straßenbahnen der SWK ab 1. Mai mit hundertprozentigem Ökostrom betrieben. „Eine Straßenbahn ist ohnehin bereits ein rein elektrisch betriebenes, sauberes Massen-Verkehrsmittel. Mit der Umstellung auf Ökostrom sind unsere Kunden dann absolut umweltfreundlich und ohne Immissionen unterwegs“, sagt Carsten Liedtke.

Im Jahr 2008 wurde durch die SWK das Förderprogramm JUMBO (Jahresumweltbonus) aufgelegt. Hierbei gibt es für unsere Krefelder Kunden finanzielle Unterstützung für verschiedene Modernisierungsmaßnahmen, die helfen, Energie zu sparen und effizienter zu nutzen. Das Ziel, 15.000 Tonnen CO2 bis Ende 2010 in Krefeld einzusparen, wurde erreicht.

Jeder einzelne ist also gefordert, wenn es darum geht, effizient mit Energie umzugehen. Modernisierungsmaßnahmen und Umstellungen auf moderne Heizungsanlagen tragen hier ihren Teil zu bei. Aufgrund des Erfolgs von SWK JUMBO sieht sich die SWK darin bestärkt, über dieses Projekt weiter finanzielle Unterstützung zu gewähren. „Die SWK hat sich daher dazu entschlossen, JUMBO auch in den Jahren 2011/2012 fortzusetzen und will damit weitere 10.000 Tonnen CO2 in Krefeld einsparen“, erklärt Martin Cirener.

Die Eigenerzeugung der SWK ist deutlich regenerativ geprägt. So erzeugt die SWK beispielsweise 30 Megawatt im Jahr über der MKVA der EGK. Und das gerade modernisierte Heizkraftwerk am Weeserweg hat eine Leistung von rund 10 Megawatt umweltfreundlicher Energie. Beteiligungen am Onshore-Windpark („Green Gecco“) liefern zusätzliche Mengen regenerativ erzeugter Energien. Weitere Projekte folgen.

Die SWK ist auf einem guten Weg zum Ausbau der umweltfreundlichen Energieerzeugung und übernimmt aktiv Verantwortung. Es besteht jetzt die Chance, die Bedingungen für die erneuerbaren Energien nachhaltig zu verbessern. Die SWK ist bereit und steht für ein Umdenken in der Energiepolitik für Krefeld.

klima-verantwortung-f--r-krefeld.pdf (44,78 kB)

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